KURZER PROZESS
Über den Film
Der FilmHochspannendes Thrillerkino mit den Schauspielerlegenden und Oscargewinnern Robert De Niro und Al Pacino in den Hauptrollen. Ein Serienkiller macht New York City unsicher. Da es sich bei seinen Opfern aber ausschließlich um Verbrecher handelt, die bislang ungestraft davonkommen konnten, hegen die beiden ermittelnden Polizisten Turk (Robert De Niro) und Rooster (Al Pacino) sogar gewisse Sympathien für den Täter. Als die Spur sich verdichtet und in die eigenen Reihen zu führen scheint, müssen sich die langjährigen Partner fragen, ob es sich beim Richter und Henker in Personalunion um einen ihrer Kollegen handeln könnte. 13 Jahre nachdem sie in Heat gemeinsam vor die Kamera traten, stehen sich Robert De Niro und Al Pacino erneut auf der Leinwand gegenüber. Diesmal aber nicht nur für eine Szene, sondern 100 spannende Minuten. In Jon Avnets KURZER PROZESS – RIGHTEOUS KILL jagen die beiden Oscargewinner einem Serienmörder hinterher, der es selbst auf Verbrecher abgesehen hat. In den Nebenrollen: Curtis „50 Cent“ Jackson, Carla Gugino (Sin City) und John Leguizamo (Romeo + Julia).
Produktionsnotizen
Robert De Niro und Al Pacino faszinieren schon seit Jahren ein weltweites Kinopublikum. Die für ihre Intensität und unvergesslichen Performances in einigen der härtesten urbanen Dramen der letzten 30 Jahre bekannten Oscargewinner, haben aber bislang nur wenige Minuten zusammen vor der Kamera gestanden. KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL ist der erste Film, in dem das Publikum sie in fast jeder Szene zusammen sehen kann. „Wenn man dir sagt, du sollst bei einem Film mit Al Pacino und Robert De Niro mitarbeiten, fällt es sehr schwer Nein zu sagen“, erklärt Produzent Rob Cowan. “Diese beiden Männer sind Ikonen. Ich glaube, das hatte für alle etwas Magisches und hat viele Leute an dem Projekt gereizt. Es war sicherlich großartig, beide auf dem Set zu beobachten.“ Randall Emmett, Vorstand von Emmet/Furla Films und einer der Produzenten, hatte schon lange nach einem Projekt für Robert De Niro gesucht. „Als Avi Lerner und ich dieses Drehbuch auf den Tisch bekamen, wussten wir gleich dass es perfekt für ihn war. Er mochte es – und nun mussten wir einen Schritt zurück machen, weil wir noch keinen Regisseur hatten. Der erste Name, der uns einfiel, war Jon Avnet; ein Regisseur mit dem wir schon gearbeitet hatten und den wir respektieren.“ Lerner, Vorstand von Millennium/Nu Image Films und Produzent von über 200 Filmen, unter ihnen Black Dahlia (The Black Dahlia, 2006) und John Rambo (Rambo, 2008), war von Avnets Arbeitsweise beeindruckt: „Ich mag seine Effizienz. Ich mag es, dass er ein Regisseur und Produzent aus der Indie-Welt ist und versteht, wie wir arbeiten. Und er ist sehr, sehr einfühlsam. Er weiß, wie man die Beziehung zwischen Charakteren darstellt.“ Auch Regieveteran und Produzent Jon Avnet war überglücklich, mit De Niro – der zwei Oscars gewonnen hat und für vier weitere nominiert wurde – arbeiten zu können. Avnet flog nach New York, um dort De Niro zu treffen und sich mit ihm über das Drehbuch zu unterhalten. Als das Gespräch auf die Besetzung kam, war es De Niro, der Al Pacino für die Rolle seines Partners vorschlug. „Al und ich hatten in Der Pate 2 überhaupt keine einzige Szene zusammen“, erzählt De Niro. Als wir vor 13, 14 Jahren zusammen Heat drehten, hat das großen Spaß gemacht, aber hier hatten wir auch nur ein paar Minuten zusammen auf der Leinwand. Als ich Al vorschlug, hat Jon sofort reagiert.“ „Bob schlug vor, dass ich die Rolle spiele“, erinnert sich Pacino. „Ich habe dann das Drehbuch gelesen und dachte, dass dies eine gute Möglichkeit sei, mit Bob zu arbeiten – in einer Rolle, die zu mir passt.“ Über die Zusammenarbeit mit seinem alten Freund und Kollegen sagt De Niro: „Wenn man sich so lange kennt, wie wir beide das tun, kann man viel aus der Vergangenheit hervorziehen. Und selbst wenn es nur subtile, fast nicht wahrzunehmende Dinge sind, ist es so intim und angenehm – weil wir uns so lange kennen – dass sehr interessante Szenen zustande kommen. Bob und ich kommen gut miteinander klar – das war schon immer so“, fügt Pacino hinzu. „Wir vertrauen einander – und das schadet nie.“ Alle Beteiligten wussten sofort, dass es sich bei KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL um eine Chance handelte, die man im Leben nur einmal hat. „Nachdem sie beide zugesagt hatten, waren wir uns auch einer großen Verantwortung bewusst“, sagt Emmett. „Dies sind zwei legendäre Männer, die weltweit als die größten Schauspieler aller Zeiten angesehen werden. Nun mussten wir den Film auch machen.“ Drehbuchautor Russell Gewirtz hätte sich nie erträumt, dass zwei von Hollywoods angesehensten Schauspielern in seinem zweiten Film mitspielen würden. „Wenn ich schreibe, denke ich nicht an Schauspieler“, erklärt er. „Meine Charaktere haben keine Gesichter. Sie sind keine Schauspieler. Sie sind einfach sie selbst. In diesem Fall war es mir nur wichtig, dass sie ein gutes Gleichgewicht darstellen. Man muss an die Beziehung zwischen den beiden glauben, einer Art Bruderschaft. Und dafür kann ich mir keine bessere Kombination als diese beiden Schauspieler vorstellen.“ Gewirtz erregte schon mit seinem Filmdebüt Inside Man (2006) – einem brillant strukturierten Thriller über einen Banküberfall, der vom American Film Institute als einer der besten Filme des Jahres benannt wurde – große Aufmerksamkeit. „Nachdem ich Inside Man geschrieben hatte, kam mir diese Idee für einen Polizistenthriller“, erzählt er. „Aber nachdem ich fertig war, dauerte es eine ganze Zeit, bis etwas passierte. Das Drehbuch wurde nicht an alle großen Studios geschickt. Ich konnte mir nun nicht das Haus kaufen, auf das ich ein Auge geworfen hatte. Und ich merkte, was es heißt, wenn man versucht, einen Film in Hollywood produziert zu bekommen. Nachdem Inside Man ein Hit war und die dadurch entstandene Anerkennung dem Drehbuch den Weg zu Jon Avnet und Robert De Niro ebnete, hatten wir einen Film. Dann kam Al Pacino dazu und wir hatten ein Event.“ Wie Inside Man, ist auch KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL voll von komplizierten Charakteren, knackigen Dialogen und unerwarteten Wendungen, die den Publikumserwartungen wiedersprechen. Um dies zu bewerkstelligen, begann Gewirtz am Ende der Geschichte und arbeitete sich zum Anfang vor: „Erst habe ich mir die unerwartete Wendung ausgedacht. Wenn ich ein Drehbuch wie dieses schreibe, suche ich nach dem einen Moment – meist gegen Ende des Films – nach dem sich Leute fragen: ‚Was habe ich da gerade gesehen? Ich muss das gleich noch einmal anschauen.‘ Dieses Gefühl hatte ich, bei Die üblichen Verdächtigen (The Usual Suspects, 1995) und es hat mich inspiriert. Ab dem Punkt habe ich gedacht: Ich wünschte, ich könnte das auch.“ In der Welt von KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL, ist nichts so, wie es scheint, erklärt Avnet. „Die Erzählweise ist ungewöhnlich. Im Mittelpunkt des Films steht ein faszinierendes Charakterdrama, das auf einer 30jährigen Freundschaft beruht. In diesem Drama beobachtet man genau genommen, wie sich die verschiedenen Schichten abschälen, bis nur noch der Kern der Charaktere da ist. Was sind ihre Geheimnisse? Was sind ihre wunden Punkte? Was sind ihre Eigenarten?“ Cowan glaubt, dass der Film in den USA und weltweit große Aufmerksamkeit erregen wird. „Wir haben zwei der größten Stars der Welt und ich glaube, die Leute werden sich ansehen wollen, was die hier machen. Außerdem ist es ein toller Polizeithriller und eine komplexe psychologische Geschichte. Der Film steuert unaufhaltsam auf seinen dritten Akt zu - und herauszufinden, wie die Person, in die du soviel Zeit investiert hast, wieder aus dieser Situation herauskommt, ist eine tolle Achterbahnfahrt.“ Produzent Randall Emmett fügt hinzu: „Das Publikum liebt das Unbekannte – und es will wissen, was passieren wird, bevor es passiert. Im Kino sind wir alle kleine Kinder: Wir sitzen da und versuchen herauszufinden, wie all dies enden wird. Hat er es getan? Wer hat’s getan? Das reizt uns an Thrillern. KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL hat große dramatische Momente, tolle Charaktere und De Niro und Pacino“, erzählt der Produzent weiter. „Aber auch nachdem das Publikum das große Spektakel von zwei so begnadeten Schauspielern auf derselben Leinwand überwunden hat, wird ihnen der Film gefallen – er ist einfach so intensiv.“
Über die Besetzung
Nachdem De Niro und Pacino zugesagt hatten, wussten die Produzenten, dass sie eine tolle Besetzung zusammenbekommen würden – die Aufmerksamkeit, die dem Projekt zuteil wurde, überraschte sie aber dann doch. „Als wir mit dem Casting anfingen, war ganz Hollywood interessiert”, erzählt Produzentin Lati Grobman. „Jeder Agent in der Stadt rief uns an – aber wir wollten nur Schauspieler, die auch zum Film passten und haben so die perfekte Besetzung gefunden.” Jon Avnet, der bereits mit einigen von Hollywoods größten Stars wie Robert Redford, Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Jessica Lange, Richard Gere und vielen anderen zusammengearbeitet hat, wird von den Schauspielern sehr geschätzt. „Ich liebe den Prozess des Schauspielens“, sagt Avnet. „Ich liebe es, eine Umgebung zu schaffen, in der Schauspieler sich frei entfalten können. Ich habe zunächst Nancy Klopper als Casterin angeheuert, mit der ich schon oft zusammengearbeitet habe. Sie war einfach großartig. Dann hörte ich meinen Schauspielern sehr genau zu und obwohl ich fast jede Kameraeinstellung sehr vorsichtig vorausplane, habe ich viel mehr Interesse daran, was die Schauspieler aus der Szene machen wollen, als an meinem Konzept. Ich bin das Sicherheitsnetz für die Darsteller. Ich will, dass sie auf ihren Markierungen stehen, ihren Schauspielkollegen in die Augen schauen und – wie James Cagney es so schön ausdrückte – dann die Wahrheit sagen.“ Avnets Teamgeist beeindruckte auch De Niro: „Er ist ein sehr respektvoller Regisseur“, sagt der Schauspieler, der selbst schon zwei hochgelobte Filme, The Good Shepherd - Der gute Hirte (The Good Shepherd, 2006) und In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale, 1993), inszeniert hat. „Er wusste genau, was er von uns wollte und gab uns gleichzeitig ausreichend Raum, um kreativ sein zu können. Nur so kann man aus anderen Leuten das Beste herausholen.“ „Jon Avnet liebt Schauspieler“, sagt Pacino. „Das ist sehr hilfreich. Er steht dir zu 150 Prozent bei. Ich würde seinen Regiestil als schnell und wild bezeichnen, aber er weiß, was er tut.“ Neben De Niro und Pacino kann KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL mit einer bunt gefächerten Besetzung aufwarten, die Schauspielveteranen, Newcomer und einige unerwartete Gesichter, wie Curtis Jackson (alias 50 Cent) und Skateboard-Champion Rob Dyrdek enthält. “Ich behandele alle gleich“, sagt Avnet. „Donnie Wahlberg und John Leguizamo frage ich genauso häufig, ob sie neue Ideen haben, wie Al und Bob. Es passiert sehr oft, dass ich mit Schauspielern wieder und wieder zusammenarbeite.“ Carla Gugino spielt Karen Corelli, eine Polizistin von der Spurensuche, deren dunkles Privatleben ihre Arbeitsbeziehungen beeinträchtigt: „Sie ist bei der Arbeit eine solche Perfektionistin, dass sie eine Leidenschaft für rohen Sex entwickelt hat“, erzählt Gugino. „Ich habe mich gefragt, wie realistisch das sein kann und habe mich mit Leuten in ihrem Beruf unterhalten. Und mir wurde klar, dass eine Beziehung zwischen einem solchen Job und harten Sex vollkommen verständlich ist.“ Gugino bezeichnet sich selbst als „sehr hart“, sagt aber, dass sie noch nie etwas so Verstörendes gesehen hat, wie einige der echten Mordfotos, die sie sich als Vorbereitung auf die Rolle anschaute. „Die Bilder haben mir eine andere Perspektive ermöglicht“, sagt sie. „Wenn man mit einem solchen Horror tagtäglich konfrontiert wird, musst man einen Teil von sich abschalten und alles sehr klinisch betrachten.“ Die Schauspielerin war erst etwas bestürzt, dass alle ihre intimen Szenen auf die ersten zwei Drehtage gelegt wurden. „Diese zwei Tage waren sehr brutal – aber so ins kalte Wasser zu springen, hat mir die Schattenseiten meines Charakters nahegebracht.“ Ihre Schauspielkollegen bezeichnet sie als „eine außergewöhnliche Gruppe von Menschen. Al Pacino und Robert De Niro, das ist doch unglaublich. Allein als ich sie das erste Mal zusammenstehen sah – wir machten einen Kameratest und sie redeten einfach nur. Es war toll, weil ihre Stimmen allein schon so bekannt sind. Sie in einer gemeinsamen Einstellung zu sehen war sehr sexy und beeindruckend.“ „Und dann waren da noch Brian Dennehy, John Leguizamo und Donnie Wahlberg”, fügt sie hinzu. „Ich will immer mit den besten Leuten arbeiten, weil die das Beste in dir herausbringen. Die Chance zu haben, mit all diesen Männern zu drehen… das war aufregend. Niemand konnte hier mittelmäßig sein: alle haben wirklich unter der eigenen Oberfläche gegraben.“ Tony Award Gewinner Brian Dennehy spielt Lieutenant Hingis, den Chef der Mordkommission. „Ich musste mich in den Film hineinkämpfen“, erzählt er. „Der größte Teil des Films ist ein darstellerisches Duell zwischen Al und Bob. Es war eine einmalige Chance, mit zwei Schauspielern von einem solchen Kaliber arbeiten zu können. Und deshalb wollte ich dabei sein. Al und ich arbeiten beide viel im Theater, so dass wir gleich verstehen, was der andere tun will. Und Bob war so freundlich und offen und ansprechbar. Ich hatte ihn über die Jahre hin zwar schon getroffen, aber noch nie mit ihm gearbeitet. Man ist schon ein wenig eingeschüchtert, wenn man mit zwei solchen Legenden konfrontiert wird.“ Über die Produktion sagt Dennehy, der ein großer Fan von Avnets hochgelobtem Drama Grüne Tomaten (Fried Green Tomatoes, 1992) ist: „Es war eine großartige Erfahrung. Bei diesem Film haben eine Menge Leute mitgearbeitet, die ihn für mich ganz besonders und einzigartig machen. Und das passiert leider nicht oft.“ Avnet hatte mit Dennehy schon am Broadway zusammengearbeitet, als er dort im letzten Jahr „Inherit the Wind“ produzierte. „Ich mag ihn als Schauspieler. Sein Background im Theater erlaubt es ihm, den Charakter sehr effizient darzustellen.“ Die Mordkommission wird durch Donnie Wahlberg und John Leguizamo als das Polizistenduo Reiley und Perez abgerundet – zwei aufstrebende junge Beamte, die mit den beiden älteren Kommissaren bei der Lösung des Falls konkurrieren. Wahlberg und Avnet freundeten sich während der Dreharbeiten zu der Serie „Boomtown“ an, in der Wahlberg eine Hauptrolle spielte und die Avnet produzierte und inszenierte. “Donnie ist sehr talentiert, kann gut improvisieren – aber auch gut dem Drehbuch folgen“, sagt Avnet. „Von ihm bekomme ich immer eine frische Performance. Viel von unserer Arbeit fand Monate vor dem Dreh statt.“ Wahlberg sagt, dass er für die Chance, mit Pacino und De Niro arbeiten zu können, sogar den Fußboden gewischt hätte. „Mit diesen Typen in den Ring steigen zu dürfen, war einfach großartig, viel besser, als ich je erwartet hätte“, sagt er. „Nervös war ich nur während der Softball-Szene. Ich war Pitcher und Jon sagte, ich solle schwer zu treffende Bälle werfen. Ich sagte ‚Kein Problem‘. Aber dann kommt Robert De Niro dran und plötzlich fällt mir ein: Wenn ich gut werfe, treffe ich Robert De Niro. Wenn ich schlecht werfe, schreit mich Jon Avnet vor allen anderen an. Mir kam es so vor, als würde ich den Entscheidungsball in der World Series werfen. Was sollte ich tun? Ich lasse mich lieber von Jon Avnet anschreien, als Robert De Niro am Kopf zu verletzen, also habe ich sehr vorsichtig geworfen. Dann hörte ich Jon Avnet über das Megaphon: ‚Donnie, du Idiot! Wirf vernünftig.“ Wie so viele andere der beteiligten Darsteller, bezeichnet auch John Leguizamo den Film als einen Höhepunkt in seiner Karriere.“De Niro und Pacino waren wirklich immer meine Helden“, sagt der in New York geborene Schauspieler. „Als ich De Niro in Hexenkessel sah, dachte ich: ‚So gut werde ich nie sein. Niemand könnte jemals so gut sein.‘ Dasselbe gilt für Al in Hundstage.“ „Beide leben in New York“, fährt Leguizamo fort. „New Yorker Schauspieler sind einfach anders als Schauspieler, die von woanders her kommen. Sie haben einen gewissen Realismus, wirkliche Ecken und Kanten. Aus dem Grund bleibe ich in New York. Um wahrhaftig zu bleiben und mit den Füßen auf dem Boden zu stehen.“ Die Zusammenarbeit mit Jon Avnet bezeichnet er als etwas überraschend: „Jon ist ein weitaus sanfterer, väterlicherer Regisseur, als die Leute denken. Er kümmert sich wirklich um alle. Er ist wie ein Trainer – er kommt zu dir und sagt, das war gut, wir haben, was wir wollen. Oder: Wir müssen uns anstrengen. Wir müssen es weiter versuchen. Er hebt die Moral.“ Für die Rolle des Drogendealers Spider vertraute Avnet seinem Instinkt und besetzte Curtis Jackson, einen Superstar in der Musikwelt aber noch neu in der Filmwelt: „Er ist ein smarter Typ“, sagt Avnet. „Er hat die Rolle mit mir gelesen, hat mit mir geprobt – und dann kam er zur ersten Lesung mit den anderen Darstellern und hat sich gut geschlagen. Er wollte das so. Er wusste, dass es nicht einfach ist, sich gegen De Niro und Pacino zu behaupten.“ Jackson gibt zu, dass er ein wenig nervös war, als er die beiden Stars zum ersten Mal traf. „Es war bei der Lesung. Unterm Tisch zitterten mir die Beine. Sie haben in so vielen Filmen mitgespielt, dass es schon toll war, mit ihnen in einem Raum zu sein.“ „In den Szenen mit De Niro und Pacino habe ich gemerkt, dass ich ihre Gewohnheiten übernehme und so gearbeitet habe, wie sie“, fährt er fort. „Es war so, als würden sie mich durch die Szenen führen.“ Pacino ist über seine Co-Stars voll des Lobes: “Brian Dennehy ist ein geborener Schauspieler, der viel Erfahrung hat und mit dem man sehr leicht arbeiten kann. Carla Gugino ist sehr talentiert und es ist sehr angenehm, mit ihr zu arbeiten – genauso wie John Leguizamo, Donne Wahlberg und Curtis Jackson.” Avnet ging auch ein Risiko ein, als er Rob Dyrdek, einen professionellen Skateboarder, in der kleinen, aber wichtigen Rolle des Straßenzuhälters Rambo besetzte. “Ich dachte mir, ich könnte etwas Frisches aus ihm rausholen“, sagt der Regisseur. „Die Idee eines skateboardfahrenden Zuhälters passte da einfach.“ Drehbuchautor Gewirtz gibt zu, dass er sich eine so versierte Besetzung für seinen Film nie erhofft hätte. „Die Besetzung von Inside Man hätte ich mir natürlich auch nie träumen lassen“, sagt er. „Ich habe unglaublich großes Glück gehabt, wenn man sich anschaut, was für tollen Schauspielern meine Drehbücher gefallen. Ich habe mich wohl inzwischen an Traumbesetzungen gewöhnt.“
Anatomie eines Thrillers
Die Arbeit der Polizei so realistisch wie möglich zu zeigen, war eine Priorität der Filmemacher, weshalb sie ein Team von Experten zusammenstellten, das für die Authentizität des Films zuständig war. „Wir haben immer sichergestellt, dass ein technischer Berater greifbar war,“ sagt Produzent Rob Cowan. „Jon hat ständig sein Telefon zur Hand genommen und einen von ihnen angerufen, selbst wenn es nur um einen Dialogsatz oder um kleine Details ging. Besonders Neil Carter, der früher Mordkommissar war, hat uns da sehr geholfen.“ Carter war 24 Jahre lang beim New York Police Department NYPD – und begann danach eine Zweitkarriere als Filmconsultant, unter anderem bei Inside Man (2006), Die Fremde in dir (The Brave One, 2007), American Gangster (2007) und Das Bourne Ultimatum (The Bourne Ultimatum, 2007). Seine Aufgabe war es, das Drehbuch zu lesen und den Regisseur und die Schauspieler bei allen Fragen zu beraten, die diese bezüglich des NYPD hatten. Carter sagt dass KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL die Frustration, die Ermittler bei manchen Fällen haben, ganz besonders akkurat wiedergibt. „Manchmal hast du das Gefühl, gegen die Strömung zu schwimmen. Es gibt Fälle, an denen ich jahrelang saß. Selbst jetzt im Ruhestand denke ich noch an einen Fall, an dem ich die letzten drei Jahre im Dienst gearbeitet habe. Er macht mir immer noch Bauchschmerzen und ich möchte ihn aufgeklärt sehen.“ Die enge Beziehung zwischen den zwei ermittelnden Polizisten, Rooster und Turk, kennt Carter auch aus erster Hand. „Manchmal verbringst du mehr Zeit mit deinem Partner, als mit deiner Frau, deiner Freundin, deinem Freund“, sagt er. „Sie kennen dich manchmal besser, als deine eigene Familie. Du musst deinem Partner vertrauen können. Wenn du mit jemandem eine Tür eintrittst, musst du wissen, dass er dir den Rücken freihält – und umgekehrt. Ich kenne Typen die seit Jahren Partner sind und in der Zeit zwei bis drei Ehefrauen gehabt haben.“ Carter arbeitete auch beim Waffentraining mit den Schauspielern. „Auf dem Schießstand benutzten sie 9mm Pistolen – die Standardausstattung beim NYPD. Ich habe ihnen gezeigt, wie man eine Waffe hält, wie man bei einem Schusswechsel steht, genauso, so wie wir das beim NYPD gelernt haben. Und wie man sich auf eine Schießerei vorbereitet. Dein Training auf dem Schießstand bringt dich in die richtige mentale Verfassung für die Handhabung einer Waffe. Wenn sie während einer Schießerei blockiert, hast du das alles schon erlebt und bist vorbereitet.“ Waffenmeister Ed Lighter war für die Schusswaffen bei KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL zuständig – unter ihnen Glock 19 9mm Pistolen, Heckler & Koch MP5 K Maschinenpistolen und ein M4, eine Variante des M16 Militärgewehrs mit einem ultrakurzen Lauf für die SWAT-Teams. „Normalerweise kann ein Requisiteur kleine Mengen an Schusswaffen warten und verwalten. Wenn man sehr viele Waffen hat, benötigt man einen Waffenmeister am Drehort. Ein Waffenmeister hat sehr spezielle Aufgaben: Er modifiziert die Schusswaffen, so dass sie Platzpatronen abfeuern. Und das kann, je nach Art der Schusswaffe, sehr kompliziert sein. So, als wolle man einem Elefanten das Fliegen beibringen. Außerdem überwacht er die Benutzung der Schusswaffen, um sicherzustellen, dass sie sicher gehandhabt werden, die Schauspieler wissen, wie man sie benutzt und das die mechanischen Elemente gewartet wurden, so dass sie nicht blockieren, weil jedes mechanische Gerät versagen kann.“ Lighter erzählt, dass ihn Jon Avnets akribisches Sicherheitsdenken sehr beeindruckt hat: „Leute denken, dass es sich bei Platzpatronen um irgendwelche Zündhütchen handelt – in Wahrheit sind sie aber sehr gefährlich. Man muss sie wie scharfe Munition behandeln. Diesem Regisseur war es wichtiger, alles richtig – aber auch sicher – hinzubekommen. Und nicht so viel wie möglich und so schnell wie möglich. Das war erfrischend anders.“ Obwohl der Film in New York spielt, wurde er hauptsächlich in Bridgeport im Staat Connecticut gedreht. Während der 36tägigen Dreharbeiten gab es aber auch Szenen in Harlem, Queens und Brooklyn. Laut Produzent Rob Cowan war die Entscheidung, außerhalb des Big Apple zu drehen, primär von finanzieller Natur. „Wir haben uns ein paar potentielle Drehorte angesehen, aber die Steuervergünstigungen in Connecticut sind einfach großartig, besonders für einen Film von unserer Größe. Die Nähe zu New York war außerdem toll, weil viele unserer Schauspieler dort wohnen.“ Bridgeport, die bevölkerungsreichste Stadt in Connecticut, war früher ein florierendes Zentrum der verarbeitenden Industrie mit hunderten von Mühlen und Fabriken. Diese traditionelle urbane Architektur des frühen 20ten Jahrhunderts machte die Stadt zu einem glaubwürdigen Double für New York. Dennoch: „Drehorte muss man sich mit großer Vorsicht aussuchen“, erklärt Cowan. „Wir konnten nicht einfach hinkommen und anfangen, zu drehen. Wir haben beispielsweise eine alte Leinenfabrik gefunden und die ehemaligen Büros zu unserem Polizeihauptquartier umgebaut.“ Kameramann Denis Lenoir, der zuvor mit Avnet an dem für den Golden Globe nominierten TV-Film „Uprising“ arbeitete (für den er den ASC Award für die beste Kameraarbeit erhielt), kam mit vielen neuen Ideen an den Drehort, wie man die Klaustrophobie und Intensität von KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL filmisch sichtbar machen könnte. Er stellte für den Regisseur eine Mappe von Szenenfotos aus in New York gedrehten Filmen zusammen, unter ihnen Martin Scorseses Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung (Bringing Out the Dead, 1999) und John Cassavetes Die Ermordung eines chinesischen Buchmachers (The Killing of a Chinese Bookie, 1976). “Dies war ganz anders, als das, was wir zuvor zusammen gemacht hatten – und das versuchen wir jedes Mal“, sagt Lenoir. „Auf der einen Seite wollten wir einen Film Noir machen, einen sehr düsteren Film. Aber wir wollten auch naturalistisch und realistisch sein. Dies sind zwei Polizisten in Manhattan, keine Superhelden.“ „Dies ist eine sehr moderne Geschichte, aber dadurch, dass er mit sehr hohem Kontrast gedreht hat, hat Denis ihr den Look eines älteren Films gegeben“, erklärt Cowan. „Er wollte etwas Besonderes schaffen.“ Lenoir wollte außerdem sicherstellen, dass die von ihm geschaffene Atmosphäre nicht dazu führte, dass man die Gesichter der Schauspieler nicht mehr erkennen konnte. „Wir hatten Robert De Niro und Al Pacino“, sagt er. „Ich kann nicht für andere Kameraleute sprechen, aber ich wollte sie nicht total ins Dunkle stellen. Ich wollte alles sehen, was sie mit ihren Lippen tun, ihren Mündern, ihren Gesichtern – denn auf denen spielt sich die Geschichte ab. Also beschloss ich, die Illusion von Dunkelheit zu schaffen, indem ich die Scheinwerfer nicht auf sie, aber in ihre Nähe richtete.“ Regisseur Avnet hofft, dass zwei Schlüsselelemente von KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL das Publikum ins Kino bringen werden. „Bob und Al spielen New Yorker Polizisten. Solche Charaktere sind meiner Meinung nach perfekt für sie. Und das zweite Element ist der Rest der Besetzung. Wir haben Leguizamo, Donnie, Curtis, Rob, Carla. Das ist eine Besetzung mit Tiefgang. Sie komplettieren unsere beiden Stars gut und haben hoffentlich eine Welt geschaffen, die Russells Geschichte zum Leben erweckt.“
CAST
Robert de NiroTurk
Robert De Niros überaus produktive Filmkarriere begann mit einer Rolle in Brian De Palmas The Wedding Party (1969). Vier Jahre später hatte er schon zweimal den renommierten New York Film Critics Circle Award als bester Nebendarsteller für seine hochgelobten Leistungen in Das letzte Spiel (Bang the Drum Slowly, 1973) und Martin Scorseses Hexenkessel (Mean Streets, 1973) gewonnen. 1974 erhielt er den Oscar für die beste Nebenrolle für sein Portrait des jungen Vito Corleone in Der Pate 2 (The Godfather: Part II, 1974). 1980 gewann er seinen zweiten Oscar für die Darstellung des Jake La Motta in Scorseses Wie ein wilder Stier (Raging Bull). De Niro ist vier weitere Male für den Oscar nominiert worden: als Travis Bickle in Scorseses Meisterwerk Taxi Driver (1976), als Vietnamveteran in Michael Ciminos Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter, 1978), als katatonischer Patient, der in Penny Marshalls Zeit des Erwachens (Awakenings, 1990) wieder zum Leben erweckt wird und als rachesüchtiger Ex-Gefängnisinsasse Max Cady in Kap der Angst (Cape Fear, 1991), Martin Scorseses Remake des Klassikers von 1962. In De Niros erstklassiger Filmografie finden sich außerdem Elia Kazans Der letzte Tycoon (The Last Tycoon, 1976), Bernardo Bertoluccis 1900 (Novecento, 1976), Ulu Grosbards Fesseln der Macht (True Confessions, 1981) und Der Liebe verfallen (Falling In Love, 1984), Sergio Leones Es war einmal in Amerika (Once Upon A Time In America, 1984), Scorseses King of Comedy (1982), New York, New York (1977), GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas, 1990) und Casino (1995), Terry Gilliams Brazil (1985), Roland Joffes Mission (The Mission, 1986), Brian De Palmas Die Unbestechlichen (The Untouchables, 1987), Alan Parkers Angel Heart (1987), Martin Brests Midnight Run - 5 Tage bis Mitternacht (Midnight Run, 1988), David Hugh Jones‘ Jacknife (1989), Martin Ritts Stanley und Iris (Stanley & Iris, 1990), Neil Jordans Wir sind keine Engel (We're No Angels, 1989), Ron Howards Backdraft (1991), Michael Caton-Jones‘ This Boy's Life (1993) und City By The Sea (2002), John McNaughtons Sein Name ist Mad Dog (Mad Dog and ory, 1993), Kenneth Branaghs Mary Shelley's Frankenstein (1994), Michael Manns Heat (1995), Barry Levinsons Sleepers (1996) und Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (Wag The Dog, 1997), Jerry Zaks' Marvins Töchter (Marvin's Room, 1996), Tony Scotts Der Fan (The Fan, 1996) James Mangolds Cop Land (1997), Alfonso Cuaróns Große Erwartungen (Great Expectations, 1998), Quentin Tarantinos Jackie Brown (1997), John Frankenheimers Ronin (1998), Harold Ramis' Reine Nervensache (Analyze This, 1999) und Reine Nervensache 2 (Analyze That, 2002), Joel Schumachers Makellos (Flawless, 1999), Des McAnuffs Die Abenteuer von Rocky und Bullwinkle (The Adventures of Rocky and Bullwinkle, 2000), Jay Roachs Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet The Parents, 2000), George Tillman Jrs Men of Honor (2000), John Herzfelds 15 Minuten Ruhm (15 Minutes, 2001), Frank Ozs The Score (2001), Tom Deys Showtime (2002) und Nick Hamms Godsend (2004). De Niros jüngste Filme sind John Polsons Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstcken (Hide And Seek, 2005), Mary McGuckians The Bridge of San Luis Rey (2004), DreamWorks‘ Grosse Haie - Kleine Fische (Shark Tale, 2004) und Jay Roachs Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet The Fockers, 2004). De Niro ist zu Recht stolz auf die positive Entwicklung seiner Produktionsfirma Tribeca Productions, des Tribeca Film Centers, das er 1988 mit Jane Rosenthal gründete und das Tribeca Film Festival, das er 2001 kurz nach den Angriffen auf das World Trade Center mit Rosenthal und Craig Hatkoff aus der Taufe hob. Das Festival, das sich die Revitalisierung von Lower Manhattan durch Film, Musik und Kultur zur Aufgabe gemacht hat, promotet New York City als wichtiges Zentrum der Filmindustrie und versucht, Filmemachern zu helfen, ein größtmögliches Publikum zu erreichen. Tribeca Productions widmet sich der Entwicklung von Projekten, bei denen De Niro als Produzent, Regisseur oder Schauspieler tätig ist. Tribeca Productions' Auf den Straßen der Bronx (A Bronx Tale, 1993) war De Niros vielbeachtetes Regiedebüt. Andere Tribeca-Filme sind Der gute Hirte (The Good Shepherd, 2006), Thunderheart (1992), Kap der Angst (Cape Fear, 1991), Mistress - Die Geliebten von Hollywood (Mistress, 1992), Die Nacht von Soho (Night And The City, 1992), Die Nacht mit meinem Traummann (The Night We Never Met, 1993), Der Hochzeitstag (Faithful, 1996), Panther (1995), Marvins Töchter (Marvin's Room, 1996), Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (Wag The Dog, 1997), Reine Nervensache (Analyze This, 1999), Makellos (Flawless, 1999), Die Abenteuer von Rocky und Bullwinkle (The Adventures Of Rocky And Bullwinkle, 2000), Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet The Parents, 2000), 15 Minuten Ruhm (15 Minutes, 2001), Showtime (2002), Reine Nervensache 2 (Analyze That, 2002), Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet The Fockers, 2004). 1992 wurde Tribeca TV mit der von der Kritik hochgelobten Serie „Tribeca” aus der Taufe gehoben. De Niro war einer der ausführenden Produzenten der Serie. 1998 produzierte Tribeca eine Miniserie für NBC über das Leben des Mafiabosses Salvatore „Sammy The Bull” Gravano. Tribeca Productions hat sein Hauptquartier in De Niros Tribeca Film Center im TriBeCa Distrikt von New York. Das Film Center ist ein hochmodernes, achtstöckiges Bürogebäude, das speziell für die Filmund Fernsehindustrie designed wurde und Büros, ein eigenes Kino, einen Festsaal, ein Restaurant und verschiedene Dienstleistungen für die Unterhaltungsindustrie beherbergt.
Al Pacino
Rooster
Al Pacino wurde acht Mal für den Oscar nominiert. Sein Filmdebüt machte er 1971 mit Panik im Needle Park (The Panic in Needle Park, 1971). Nach Oscarnominierungen für ...und Gerechtigkeit für alle (…And Justice for All, 1979), Der Pate 2 (The Godfather: Part II, 1974), Hundstage (Dog Day Afternoon, 1975) und Serpico (1973), für den er mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde, gewann Pacino einen Oscar (und einen weiteren Golden Globe) für seine Performance als Lt. Colonel Frank Slade in Der Duft der Frauen (Scent of a Woman, 1992). Pacino spielte kürzlich mit Matt Damon, George Clooney und Brad Pitt in Steven Soderberghs Ocean’s 13 (2007), dem letzten Teil der Filmserie. Pacino hat gerade die Dreharbeiten zu Salomaybe? – einem auf Oscar Wildes „Salome“ basierenden Independentfilm – abgeschlossen, bei dem er Regie führte. Der Film ist eine Mischung aus Dokumentarfilm, Spielfilm und Improvisation und stützt sich auf Backstage-Aufnahmen von Pacinos gleichnamiger Bühnenshow. Nachdem er mit Herbert Berghof und später Lee Strasberg am Actor's Studio studierte, gab Pacino sein professionelles Schauspieldebüt in Off-Broadway Produktionen von „The Connection” und „Hello, Out There.” Für seine Performance in Israel Horovitzs „The Indian Wants The Bronx” wurde er mit dem Obie Award ausgezeichnet. Für seine Hauptrollen in „The Basic Training Of Pavlo Hummel” und „Does A Tiger Wear A Necktie?” gewann Pacino jeweils einen Tony Award. Er ist langjähriges Mitglied in David Wheelers Experimental Theatre Company in Boston, für die er in „Richard III” und in Bertolt Brechts „The Resistable Rise Of Arturo Ui” spielte. Auf New Yorker und Londoner Bühnen sah man ihn in David Mamets „American Buffalo” In New York trat er außerdem in „Richard III” und als Markus Antonius in „Julius Caesar” am Joseph Papp's Public Theatre auf. Pacino produzierte, spielte und führte Co-Regie bei der Indie-Adaption des Stückes „The Local Stigmatic”, das im März 1990 in New Yorks Museum of Modern Art und dem Public Theatre aufgeführt wurde. 2000 lieferte Pacino mit Chinese Coffee – den er auch produzierte und in dem er eine Hauptrolle spielte – seine zweite Regiearbeit ab. Der Film basiert auf einem Stück von Ira Lewis, in dem Pacino 1992 am Circle in the Square Theater auftrat. Al Pacino inszenierte außerdem Looking For Richard, eine Meditation über Shakespeares „Richard III“, für den er den Documentary Award als Regisseur der Director's Guild of America erhielt. Neben Pacino spielen Winona Ryder, Alec Baldwin und Aidan Quinn in dem Film mit. Pacino wurde dreimal als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert: für die Rolle des Michael Corleone in Der Pate (The Godfather, 1974), Big Boy Caprice in Dick Tracy (1990) - für den er auch einen American Comedy Award gewann – und Ricky Roma in David Mamets Leinwandadaption seines Bühnenstücks Glengarry Glen Ross (1992). Unter seinen Filmen finden sich außerdem Mike Newells Donnie Brasco (1997) mit Johnny Depp, Im Auftrag des Teufels (The Devil's Advocate, 1997) mit Keanu Reeves und Charlize Theron, 25 Cents (Two Bits, 1995) mit Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Manns Heat (1995) mit Robert De Niro und Val Kilmer, City Hall (1996) mit John Cusack, Bridget Fonda und Danny Aiello, Brian De Palmas Carlito's Way (1993), Dan Algrants Im inneren Kreis (People I Know, 2002) und Der Einsatz (The Recruit, 2003) mit Colin Farrell. Weitere seiner Filme sind Frankie und Johnny (Frankie & Johnny, 1991), Der Pate 3 (The Godfather: Part III, 1990), Sea Of Love (1989), Revolution (1985), Scarface (1983), Daddy! Daddy! Fünf Nervensägen und ein Vater (Author! Author!, 1982), Bobby Deerfield (1977) und Asphalt-Blüten (Scarecrow, 1973), für den er den Schauspielerpreis beim Filmfestival in Cannes erhielt. 1999 spielte Pacino den Reporter Lowell Bergman in Michael Manns Insider (The Insider). Der Film wurde mit sieben Oscarnominierungen bedacht. Pacino spielte außerdem einen Footballcoach in Oliver Stones An jedem verdammten Sonntag (Any Given Sunday, 1999) mit Cameron Diaz, James Woods und Dennis Quaid. 2002 war Pacino neben Robin Williams und Hilary Swank in Christopher Nolans Insomnia und Andrew Niccols S1m0ne zu sehen. 2004 gewann Pacino einen Emmy für seine Performance als Roy Cohn in der HBO-Miniserie „Angels in America”, einer von Mike Nichols inszenierten Adaption von Tony Kushners Bühnenstück. In jenem Jahr konnte man ihn außerdem im Off-Broadway in Brooklyn und am Broadway als King Herod in Oscar Wildes „Salome” sehen (eine Rolle, die er auch 2006 am Wadsworth Theater in Los Angeles spielte) und als Arturo Ui in Bertolt Brechts „The Resistable Rise Of Arturo Ui” an der Pace University. 2005 sah man Pacino neben Matthew McConaughey und Rene Russo in Das schnelle Geld (Two for the Money) und als Shylock in Michael Radfords Shakespeare-Adaptation Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice). Pacino gewann 1996 den Lifetime Achievement Award des Independent Feature Project (IFP). 2000 wurde er von der Film Society des Lincoln Centers geehrt. Die Hollywood Foreign Press Association verlieh ihm 2001 den Cecil B. De Mille Award. 2005 erhielt er den American Cinematheque Award. Im Juni 2007 wurde Pacino mit dem höchsten Preis des American Film Institutes, dem AFI Lifetime Achievement Award geehrt.
Curtis „50 Cent“ Jackson
Spider
Curtis Jackson hat seine außergewöhnliche Musikkarriere inzwischen in einen Erfolg als Geschäftsmann verwandelt. Unbestritten einer der talentiertesten und produktivsten Musiker seiner Zeit, führt er inzwischen ein Imperium an, zu dem Musikrechte, Filmproduktionen, Schuhe und Kleidung, Videospiele, Verlage und Fitness-Drinks gehören. Mit jährlichen Umsätzen von fast 300 Millionen Dollar und zahlreichen neuen Geschäftsideen, hat sich Jackson in der Unterhaltungsindustrie als Geschäfts- und Entertainmentmogul etabliert. 2005 hatte Jackson sein Filmdebüt in Get Rich Or Die Tryin’ (2005), einem semibiografischen Film über sein Aufwachsen in kärglichen Verhältnissen, umgeben von negativen Einflüssen auf den Straßen von Queens und seinem Aufstieg zum Rap-Star. Jackson erweitert sein filmisches Repertoire ständig. Er spielte in dem für den Golden Globe nominierten Drama Home Of The Brave (2006) und hat zahlreiche Projekte in der Pipeline, unter ihnen The Dance, den er auch produzieren soll, Live Bet und Streets Of Blood mit Sharon Stone und Val Kilmer, der sich in der Postproduktion befindet. Jacksons Musikkarriere begann 2003 – und seitdem hat er die Geschichte des Hip Hop gründlich umgeschrieben. Sein Debütalbum „Get Rich Or Die Tryin’,” brach Rekorde, als es sich innerhalb einer Woche 872.000 Mal verkaufte. Es war sechs Wochen lang an der Spitze der Billboard-Charts und schaffte neunmal die Platingrenze der Recording Industry Association of America. Bis zum heutigen Tag hat Jackson mehr als 22 Millionen Alben weltweit verkauft, zahlreiche Auszeichnungen gewonnen und 11 Grammy Nominierungen erhalten. Sein drittes Album „Curtis” kam im September 2007 auf den Markt und dominierte die Charts mit über einer Million weltweit verkauften Exemplaren. „Curtis” erhielt außerdem zwei Grammy-Nominierungen: für Bester Rap-Song und Beste Solodarbietung Rap. Der enorme Erfolg seiner Musikkarriere öffnete 50 Cent die Türen auf seinem Weg vom Rapper zum Plattenlabel-Boss Curtis Jackson. Als Präsident und CEO von G-Unit Records, ist Jackson für die Musik von aufstrebenden Künstlern wie Young Buck, Tony Yayo und Lloyd Banks verantwortlich, von denen viele unter seiner Führung Platinstatus erreichten. Der Weg von der Musikindustrie zum eigenen Modelabel schien logisch, da Jacksons persönlicher Stil ohnehin von seinen Fans emuliert wird und sehr massenkompatibel ist. Mit seinem unternehmerischen Können und sicherem Modegeschmack, tat er sich nun mit Reebok zusammen, um die G-Unit Footwear Collection herauszubringen, die bis dato mehr als 70 Millionen Dollar Umsatz gemacht hat. Als nächstes kam die Modelinie G. Unit Apparel, ein Joint Venture mit dem urbanen Modedesigner Mark Ecko. Die Kollektion, zu der Jeans, T-Shirts, Sweatshirts und Oberbekleidung gehören, generierte mehr als 100 Millionen Dollar an Verkäufen. Jackson tat sich außerdem mit Vivendi Universal für das Computerspiel „50 Cent: Bulletproof” – ein Actionspiel mit Jackson als Held im Kampf gegen das Verbrechen – zusammen. Es gehört zu den erfolgreichsten Spielen im Katalog von Vivendi Universal. Nach dem Erfolg seiner Autobiografie „From Pieces To Weight“, die es auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte, beschloss Jackson, sein Verlagsimperium zu erweitern. Zusammen mit MTV Books gründete er G-Unit Books, um eine Reihe von harten Geschichten von der Straße in der Form von Hip Hop Novellen herauszubringen, die von profilierten Autoren wie Nikki Turner, Noire und K. Elliott geschrieben werden. Der unaufhaltsame Erfolg seiner Karriere erlaubt es Jackson, denen etwas zurückzugeben, die ihn über die Jahre hinweg unterstützt haben. Seine G-Unity Foundation unterstützt Studenten aus armen Gegenden und hat den G-Unity Scholarship Fund am Queensborough Community College in New York etabliert, der tausende von Dollars an verschiedene Non-Profit-Organisationen ausgezahlt hat. Jackson erweitert seine Stiftung ständig um philanthropische Initiativen, die seiner Heimatstadt Queens und anderen Gegenden zugute kommen.
Carla Gugino
Karen Corelli
Carla Gugino kann man momentan in der US-Fernsehserie „Entourage” als Amanda, eine sexy Agentin und Rivale von Jeremy Pivens Charakter Ari Gold, sehen. Sie spielte außerdem neben Russell Crowe und Denzel Washington in Ridley Scotts American Gangster (2007). Gugino hat kürzlich die Dreharbeiten zu Our Lady Of Victory abgeschlossen, einem Independent-Drama über Cathy Rush, einer Nonne die Basketballtrainerin wurde und ihr Team zur ersten landesweiten Meisterschaft im Damenbasketball führte. In Watchmen, Zack Snyders mit Spannung erwarteter Adaption der erfolgreichen Comicserie, wird Gugino die Rolle der Sally Jupiter – einer exotischen Tänzerin und kostümierten Heldin – spielen. Gugino schloss auch kürzlich die Dreharbeiten zu der Familienkomödie Race To Witch Mountain mit Dwayne Johnson unter der Regie von Andy Fickman ab. Unter Guginos weiteren Filmen finden sich alle drei Teile von Robert Rodriguez' Spy Kids-Serie (2001- 03) mit Antonio Banderas, Sin City (2005), Nachts im Museum (Night At The Museum, 2006) mit Ben Stiller, Even Money (2006) mit Danny DeVito und Kim Basinger, Rise (2007) mit Lucy Liu, The Singing Detective 2003) mit Robert Downey Jr., Robin Wright Penn und Jeremy Northam, Wayne Wangs Arthaus-Film The Center Of The World (2001) mit Molly Parker und Peter Sarsgaard, der Martial Arts Film The One (2001) mit Jet Li und Delroy Lindo, Frank Whaleys The Jimmy Show (2001), Brian De Palmas Spiel auf Zeit (Snake Eyes, 1998) mit Nicolas Cage, der Independentfilm Judas Kiss (1998), den sie auch produzierte, The War At Home (1996) mit Martin Sheen, Kathy Bates und Emilio Estevez, Michael (1996) mit John Travolta und William Hurt, Miami Rhapsody - Heiße Nächte in Florida (Miami Rhapsody, 1995) mit Sarah Jessica Parker, This Boy’s Life (1993) mit Robert De Niro und Leonardo DiCaprio, Schwiegersohn Junior (Son in Law, 1993) mit Pauly Shore und ihr erster Spielfilm, Die Wilde von Beverly Hills (Troop Beverly Hills, 1989) mit Shelley Long und Craig T. Nelson. Im Fernsehen war sie in den Serien „Threshold” und „Karen Sisco” zu sehen, in der sie die Titelheldin spielte. Man konnte sie außerdem neben Michael J. Fox in „Spin City” und als Gehirnchirurgin in „Chicago Hope” bewundern. Für die auf Edith Whartons Roman basierenden Miniserie „The Buccaneers“ erntete sie lobende Kritiken für die Rolle der jungen Amerikanerin auf dem Weg in die britische Gesellschaft. Auf der Bühne konnte man Gugino in der hochgelobten Aufführung von Tennessee Williams Klassiker „Suddenly, Last Summer“ der Roundabout Theater Company neben Blythe Danner bewundern. Ihr Broadwaydebüt gab sie im Sommer 2004 mit dem Revival von Arthur Millers „After the Fall”. Gugino hat viele Preis gewonnen, unter ihnen eine Nominierung für den Outer Critics Circle Award und einen Theater World Award für das beste Broadwaydebüt. Sie wurde in Sarasota im Bundesstaat Florida geboren und wuchs in einem konventionellen Mittelklassehaushalt auf. Nachdem die Ehe von Guginos Eltern scheiterte, zog sie im Alter von fünf Jahren in die Stadt Paradise in Kalifornien um – einer von vielen noch folgenden Umzügen innerhalb Kaliforniens, so dass sie „sehr viel vom Leben sehr schnell erlebte“. Sie schloss die High-School mit Ehren ab und lebte mit ihrer Mutter in San Diego, als sie von einer großen Model-Agentur entdeckt wurde. Sehr bald arbeitete sie als Model in Los Angeles, wo sie – auf Anraten eines Freundes der Familie – auch Schauspielstunden nahm.
John Leguizamo
Detective Perez
John Leguizamo ist ein Schauspieler mit vielen Talenten, dessen Karriere sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. Der Emmy Gewinner ist ein vielseitiger Performer, der sich mit fast grenzenloser Energie ständig neu erfindet und dessen Arbeit in Film, Fernsehen, Theater und der Literatur eine Vielzahl von Genres überspannt. Erst kürzlich sah man ihn in Die Liebe in den Zeiten der Cholera (Love In The Time Of Cholera, 2007), Regisseur Mike Newells Leinwandadaption des Romans von Gabriel García Márquez. Er spielte außerdem in M. Night Shyamalans The Happening (2008), Nothing Like The Holidays (2008) von Alfredo De Villa neben Freddy Rodriguez, Debra Messing, Alfred Molina, Vanessa Ferlito, Elizabeth Peña und Melonie Diaz. Am Broadway kann man ihn momentan in David Mamets „American Buffalo” sehen. Leguizamo wurde in New York City geboren und studierte Schauspiel bei Lee Strasberg und Wynn Handman an der New York University. 2002 gewann er den ALMA Award als Entertainer des Jahres. Zu seinen Filmen gehört Crónicas (2004) – der sowohl in Sundance und Toronto als auch in der „Un Certain Regard”-Reihe des Cannes Film Festivals lief, Land Of The Dead (2005), dem vierten Teil von George A. Romeros Zombie-Serie, Ed Burns' Die Freunde des Bräutigams (The Groomsmen, 2006) und dem Remake von John Carpenters Das Ende - Assault on Precinct 13 (Assault On Precinct 13, 2005). Leguizamo spielte außerdem in Where God Left His Shoes (2007) von Salvatore Stabile als gescheiterter Boxer, der am Weihnachtsabend versucht, ein Apartment für sich und seine Familie zu finden. Einige seiner weiteren Filme jüngeren Datums sind The Ministers (2008), The Babysitters (2007), Paraiso Travel (2007) und The Take (2007). Er ist außerdem die US-Stimme von Sid dem Faultier in den Filmen Ice Age (2002), Ice Age 2 - Jetzt taut's (Ice Age 2: The Meltdown, 2006) und dem bevorstehenden Ice Age: Dawn Of The Dinosaurs. Für seine Rolle als sensibler Transvestit in To Wong Foo (To Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar, 1995) neben Patrick Swayze und Wesley Snipes, wurde Leguizamo mit einer Golden Globe Nominierung als bester Nebendarsteller belohnt. Weitere seiner Filme sind Baz Luhrmanns Moulin Rouge! (2001), mit Nicole Kidman und Ewan McGregor, für den er eine ALMA Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt, Spike Lees Summer Of Sam (1999), Seth Zvi Rosenfelds King Of The Jungle (2000), für den er eine ALMA –Nominierung als bester Hauptdarsteller ergattern konnte, der Kulthit Spawn (1997), Baz Luhrmanns William Shakespeares Romeo + Julia (William Shakespeare's Romeo + Juliet, 1996), Dr. Doolittle (1998) mit Eddie Murphy, Einsame Entscheidung (Executive Decision, 1996) mit Kurt Russell, Brian De Palmas Carlito's Way (1993), Collateral Damage (2002) mit Arnold Schwarzenegger und De Palmas Die Verdammten des Krieges (Casualties Of War, 1989) mit Sean Penn und Michael J. Fox. Auf dem Bildschirm konnte man Leguizamo kürzlich in der Miniserie „The Kill Point” bewundern, die im Sommer 2007 in den USA ausgestrahlt wurde. Er spielte außerdem in der Serie „Undefeated”, mit der er auch sein Regiedebüt gab. Als Gaststar sah man ihn in 12 Episoden der Serie „Emergency Room“, „Arabian Nights” und der mit dem Emmy ausgezeichneten Latino-Show „House of Buggin”. Leguizamos Off-Broadway Show „Mambo Mouth“, in der er sieben verschiedene Charaktere spielt, war eine kleine Sensation und wurde mit dem Obie, dem Outer Critics Circle Award und dem Vanguardia Award für seine Performance ausgezeichnet. Für sein erstes Comedy-Special „The Talent Pool” erhielt Leguizamo den Cable Ace Award. Leguizamos zweite One-man-Show „Spic-O-Rama” lief verlängert vor ausverkauften Häusern in Chicago, bevor sie nach New York umzog, wo sie viele Preis gewann, darunter den Dramatists Guild Hull-Warriner Award für das beste amerikanische Stück, den Lucille Lortel Outstanding Achievement Award für die beste Broadway Performance, den Theatre World Award und den Drama Desk Award. Die TV-Version von „Spic-O-Rama” wurde mit vier CableACE Awards ausgezeichnet. Leguizamos dritte One-Man-Show „Freak” endete 1998 nach einer erfolgreichen Spielzeit und wurde mit dem Drama Desk Award und dem Outer Critics Circle Award ausgezeichnet. Eine spezielle TVAufzeichnung von „Freak” unter der Regie von Spike Lee gewann einen Emmy. Als Leguizamo 2001 mit „Sexaholix... A Love Story” zum Broadway zurückkehrte, wurde er für den Outer Critics Circle Award und einen Tony nominiert. Weitere Bühnenauftritte von Leguizamo sind „A Midsummer Night's Dream” und „La Puta Vida” beim New York Shakespeare Festival und „Parting Gestures”. Zudem ist er Autor der Autobiografie „Pimps, Hos, Playa Hatas, and All the Rest of My Hollywood Friends“, die im Oktober 2006 bei Harper Collins erschien.
Donnie Wahlberg
Detective Riley
Donnie Wahlbergs Arbeit im Musik-, Film- und Fernsehgeschäft hat ihm eine weltweite Fangemeinde eingebracht, die seine Wandlung vom Teeniestar zum ernst zu nehmenden Filmschauspieler mit Spannung verfolgte. Der als achtes von neun Kindern in Boston geborene Wahlberg, begann schon in der ersten Klasse, in Theaterstücken zu spielen und auf Töpfen herum zu trommeln. Während seiner High-School-Zeit belegte er einen Theaterkurs und versuchte sich als Schauspieler, Dramatiker und Theaterregisseur. Mit 14 gründete er eine Band, die sich innerhalb kürzester Zeit zu der weltweiten Pop Sensation New Kids on the Block entwickelte. Als die Popularität der Gruppe ihren Höhepunkt erreichte, beschloss Wahlberg einen anderen Weg zu gehen und fortan nur noch Songs für seinen Bruder Mark zu schreiben und diese zu produzieren. Er selbst wollte sein Interesse an der Schauspielerei weiter verfolgen und konnte eine Rolle in dem Film Bullet - Auge um Auge (Bullet, 1996) mit Mickey Rourke und Tupac Shakur ergattern, woraufhin er seine ganze Energie auf die Schauspielerei konzentrierte. Zu seinen Fernsehrollen gehören „Kings of South Beach”, die Miniserie „The Path to 9/11”, das von Kritikern hochgelobte Drama „Boomtown” und die mit Preisen überhäufte Miniserie „Band of Brothers,” in der er 2nd Lt. C. Carwood Lipton, einen echten Helden des Zweiten Weltkriegs spielte. Vor „Band of Brothers” schaffte es Wahlberg, durch seine Rolle als psychotischer Patient von Bruce Willis in Sixth Sense (The Sixth Sense, 1999) zu überzeugen. Die Rolle war eigentlich für einen 13jährigen Jungen geschrieben – Wahlberg konnte den Regisseur aber überzeugen, dass nur er den Part spielen könne. In Ron Howards Kopfgeld (Ransom, 1996) war er als einer der Kidnapper zu sehen. Weitere seiner Filme sind Southie - Terror in South Boston (Southie, 1998) von John Shea, der Horrorfilm-Blockbuster Saw II - Das Spiel geht weiter... (Saw II, 2005) und der Independentfilm Marilyn Hotchkiss Ballroom Dancing And Charm School (2005).
Brian Dennehy
Lt. Hingis
Brian Dennehy zeigt seit mehr als drei Jahrzenten eine starke Präsenz in Film, Fernsehen und Theater. Er hat zweimal den Tony-Award als bester Schauspieler gewonnen: für die Rolle des James Tyrone in Eugene O'Neills „Long Day's Journey Into Night” und als Willy Loman in Arthur Millers „Death of a Salesman”. Letztere Produktion wurde von Regisseur Kirk Browning fürs Fernsehen verfilmt, was Dennehy einen Golden Globe, einen Screen Actors Guild Award und eine Emmy-Nominierung einbrachte. 2005 spielte er die Rolle nochmals in Londons West End und gewann dafür den begehrten Olivier Award als bester Schauspieler. Kürzlich spielte er Matthew Harrison Brady in der Broadway Aufführung von „Inherit the Wind”, für die er gute Kritiken erntete. Dem weltweiten Publikum ist Dennehy durch seine Performances in so populären Filmen wie Michael Ritchies Superprofis trumpfen auf (Semi-Tough, 1977), Colin Higgins' Eine ganz krumme Tour (Foul Play, 1978), Blake Edwards’ 10 - Die Traumfrau (10, 1979), Ted Kotcheffs Rambo (First Blood, 1982), Ron Howards Cocoon (1985), Robert Mandels F/X – Tödliche Tricks (F/X, 1986), Alan J. Pakulas Aus Mangel an Beweisen (Presumed Innocent, 1990), Peter Segals Tommy Boy - Durch dick und dünn (Tommy Boy, 1995) und Baz Luhrmanns William Shakespeares Romeo + Julia (William Shakespeare's Romeo + Juliet, 1996) bekannt. Weitere wichtige Titel in seiner Filmografie sind Gorky Park (1983), Wenn die Wölfe heulen (Never Cry Wolf, 1983), Der Chaos Express (Finders Keepers, 1984), Silverado (1985), Zweimal im Leben (Twice in a Lifetime, 1985), Bestseller (Best Seller, 1987), Der Bauch des Architekten (The Belly of an Architect, 1987), für den er beim Chicago Film Festival als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, Spike Lees She Hate Me (2004) und Robert Morescos Streets of Philadelphia - Unter Verrätern (10th & Wolf, 2006). Für Everyone’s Hero (2006) lieh er Babe Ruth seine Stimme. In dem Animationshit Ratatouille (2007) sprach er Remys Vater Django. Dennehy hat in einer großen Anzahl von Fernsehprojekten mitgespielt und wurde für seine darstellerischen Leistungen in den Miniserien „The Burden Of Proof”, „Murder in the Heartland”, „To Catch A Killer” (in der er den Massenmörder John Wayne Gacy spielte) und Stephen Gyllenhaals Fernsehfilm „Killing In A Small Town” mit Emmy Nominierungen belohnt. Seine Rolle als Polizeidetektiv Jack Reed war die Basis für eine erfolgreiche Reihe von Fernsehfilmen in den 90ern, von denen Dennehy mehrere mitproduzierte, schrieb und inszenierte. Er führte außerdem bei den Fernsehfilmen „Shadow Of A Doubt” und „Indefensible” Regie. Dennehy wird seit zwei Jahrzehnten mit dem Goodman Theatre in Chicago in Verbindung gebracht, in dessen Vorstand er sitzt und für das er zahlreiche Hauptrollen gespielt hat. Weitere wichtige Bühnenstücke, in denen er tragende Rollen hatte, sind die Broadwayproduktion von „Translations”, „Hughie” am Trinity Repertory, Peter Brooks Aufführung von „The Cherry Orchard” an der Brooklyn Academy of Music, „Trumbo” (Off-Broadway und auf Tournee), die Wisdom Bridge Theatre Aufführung von „Rat in the Skull” und „Says I, Says He” am Mark Taper Forum in Los Angeles und dem Phoenix Theatre in New York. Dennehy spielte außerdem eine Hauptrolle in Bob Balabans Aufführung von „The Exonerated”, die später vom Regisseur fürs Fernsehen verfilmt wurde.
Trilby Glover
Jessica
Trilby Glover zeigte ihre Star-Power bereits in der mehrfach preisgekrönten Miniserie „The Starter Wife”, in der sie die Pop Diva Shoshanna spielte. Das im Jahre 2007 ausgestrahlte TV-Event wurde von Jon Avnet inszeniert und hatte zehn Emmy Nominierungen und mehr als fünf Millionen Zuschauer. Auf der Bühne spielte Glover die Rolle von Ben Affleck in einer australischen Aufführung von „Matt und Ben“, einer Hollywood-Satire, die von der New York Times als „köstlich bösartig“ bezeichnet wurde. Auf der großen Leinwand konnte man sie neben Jamie Kennedy in der Komödie Die Maske 2 - Die nächste Generation (Son Of The Mask, 2005) und dem australischen Spielfilm The Course (2007) sehen. Für die populäre Animationsserie „I Got A Rocket!”, die für den Australian Film Institute Award nominiert war, lieh sie den Charakter der Gabby ihre Stimme. Glover wuchs in Asien auf und lebte in Singapur und Honkong. Nach einem Studium an der Royal Academy of Dramatic Arts in London, erwarb sie einen Abschluss in den Darstellenden Künsten am National Institute of Dramatic Art (NIDA) in Australien. Sie hat außerdem einen Abschluss in Journalismus und einen Hochschulabschluss in Geisteswissenschaften. Am Theater spielte sie in Produktionen von „No Exit”, „Tape”, „A Clockwork Orange”, „Cosi”, „ Hot Fudge”, „ Loot”, „Antigone”, „The Plough and the Stars” und „Stags and Hens”. Die talentierte Sängerin war während ihrer Zeit in England außerdem die Frontfrau der Band Tsunami. Momentan lebt sie in Los Angeles.
Rob Dyrdek
Rambo
Rob Dyrdek ist einer der erfolgreichsten professionellen Skateboarder unserer Zeit und Star der MTVHitshow „Rob & Big” über die Abenteuer von ihm und seinem besten Freund Christopher „Big Black" Boykin. Dyrdek absolvierte kürzlich sein Spielfilmdebüt mit Street Dreams (2008), bei dem er nicht nur für eine Hauptrolle, sondern auch als Produzent und Drehbuchautor mitverantwortlich war. Er ist außerdem der Hauptcharakter des neuen Computerspiels „Skate” von Electronic Arts. Dyrdek begann im Alter von 12 mit dem Skateboarden und war in weniger als einem Jahr das jüngste Mitglied des populären G&S (Gordon & Smith) Skateboardteams. Mit 16 widmete er sich dem Sport professionell. Er entwickelte außerdem eine erfolgreiche Streetwear-Kollektion für das Label Rogue Status, das ihm und Blink 182 Drummer Travis Barker gehört und eine erfolgreiche Serie von Skateboardprodukten. Er war der visionäre Architekt der Rob Dyrdek/DC Shoes Skate Plaza Foundation, die den ersten Skater-Platz entwickelte, der wiederum den Dokumentarfilm Groundbreaking inspirierte und mit dem Modernism Award von Dwell Magazine ausgezeichnet wurde.
CREW
Jon AvnetBuch, Produktion
Jon Avnet hat in den letzten 25 Jahren mehr als 50 Kino- und Fernsehfilme inszeniert oder produziert, von kommerziellen Erfolgen wie Lockere Geschäfte (Risky Business, 1983) und Grüne Tomaten (Fried Green Tomatoes,1991) bis hin zu den von Kritikern hochgelobten TV-Events wie „Uprising” und “The Burning Bed”. Er wurde für Oscars, Emmys, Golden Globes, Tonys, Directors Guild of America und Writers Guild of America Awards, sowie den Peabody, den Humanitas und den CableACE Award nominiert – und hat viele dieser Preise auch gewonnen. Kürzlich inszenierte Avnet die Emmy-nominierte, sechsstündige Miniserie „The Starter Wife” mit Debra Messing, Joe Mantegna, Miranda Otto und Judy Davis in den Hauprollen. Die auf dem Roman von Gigi Levangie Grazer basierende Serie hatte bei ihrer Ausstrahlung im Sommer 2007 die höchsten Einschaltquoten in ihrer Kategorie und bescherte Judy Davis einen Emmy als beste Nebendarstellerin. Am Broadway, produzierte Avnet das populäre Monty-Python-Musical „Spamalot”, sowie „The History Boys” von Alan Bennett, das sechs Tony Awards – einschließlich bestes Theaterstück – erhielt. Weiterhin produzierte Avnet „The Pillowman”, „Inherit The Wind” und „The Seafarer”, die ebenfalls für den Tony für das beste Theaterstück nominiert waren. Kürzlich produzierte er das Stück „Country Girl“, das von Mike Nichols mit Morgan Freeman und Frances McDormand in den Hauptrollen inszeniert wurde. 2004 produzierte Avnet zusammen mit Aurelio De Laurentiis den Spielfilm Sky Captain And The World Of Tomorrow mit Jude Law, Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie, der ausschließlich in einem Blue-Screen-Studio gedreht wurde und 2200 CGI Aufnahmen enthielt. 2002 und 2003 war Avnet mit Graham Yost ausführender Produzent der Serie „Boomtown”, für die er auch einige Folgen inszenierte und die mit einem Peabody Award, einem AFI Award, einem Humanitas Award und dem Preis der Fernsehkritiker als bestes neues Drama geehrt wurde. 2001 inszenierte und produzierte Avnet die Miniserie „Uprising”, zu der er zusammen mit Paul Brickman auch das Drehbuch schrieb. Kritiker liebten die mit Leelee Sobieski, Hank Azaria, David Schwimmer, Jon Voight und Donald Sutherland besetzte Serie und stellten sie als erste TV-Produktion heraus, die sich mit der jüdischen Résistance während des Holocaust, in diesem Fall dem Aufstand im Warschauer Ghetto, beschäftigt. „Uprising“ wurde für den Golden Globe und den DGA Award nominiert und gewann den ASC Award für die beste Kamera, sowie einen Emmy. Avnet erhielt den Christopher Award und den prestigeträchtigen Janus Korchak Educational Award. Vor “Uprising” produzierte Avnet Rodrigo Garcias Gefühle, die man sieht... - Things you can tell (Things You Can Tell Just By Looking At Her, 2000) mit Glenn Close, Holly Hunter, Cameron Diaz, Calista Flockhardt, and Kathy Baker. Zuvor produzierte und inszenierte er Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg (Red Corner, 1997) mit Richard Gere, für den er den National Board of Review’s Human Rights Award gewann. Weiterhin inszenierte und produzierte er Aus nächster Nähe (Up Close & Personal) mit Robert Redford und Michelle Pfeiffer, und den hochgelobten Spielfilm Grüne Tomaten (Fried Green Tomatoes, 1991) mit Jessica Tandy, Kathy Bates, Mary-Louise Parker und Mary Stuart Masterson, der eine Vielzahl an Nominierungen für die Oscars, die Golden Globes und die Writers Guild Awards erhielt. Seine erste Regiearbeit (die er produzierte und zu der er auch das Drehbuch schrieb) war der Fernsehfilm „Between Two Women” mit Colleen Dewhurst und Farrah Fawcett, für den Dewhurst einen Emmy gewann. Dies war sein zweiter Film mit Farrah Fawcett, mit der er schon bei The Burning Bed zusammengearbeitet hatte, der für acht Emmys nominiert wurde und noch immer den Einschaltquotenrekord für einen Fernsehfilm des US-Senders NBC hält. 1983 produzierte Avnet Paul Brickmans Film Lockere Geschäfte (Risky Business), mit dem Tom Cruise in den USA zum Star wurde. Er produzierte auch Brickmans nächsten Film Verrückte Zeiten (Men Don’t Leave, 1990) mit Jessica Lange, Joan Cusack, Kathy Bates, Arliss Howard und Chris O’Donnell. Zusammen mit Jordan Kerner produzierte Avnet die Filme Unter Null (Less Than Zero, 1987), When A Man Loves A Woman (1994), David Frankels Miami Rhapsody - Heiße Nächte in Florida (Miami Rhapsody, 1995), die drei Mighty Duck Filme (1992, 1994, 1996), George - Der aus dem Dschungel kam (George Of The Jungle, 1997) und Mama Flora’s Family (1998), nach dem Roman von Alex Haley. Avnet sitzt im Vorstand des American Film Institute und dem Kuratorium des College of Arts and Sciences der University of Pennsylvania. Beim Director’s Lab des Sundance Film Festival und seinem französischen Schwesterprogramm Emergence betätigt er sich als Mentor. Ferner hält er weltweit an Universitäten Vorlesungen.
Russell Gewirtz
Buch
Russell Gewirtz gehört zu den wenigen Autoren, deren erstes Drehbuch sofort nach Fertigstellung gekauft wurde – um dann von einigen der angesehensten Künstler im Filmgeschäft in Szene gesetzt zu werden. Der Film war Spike Lees Inside Man (2006) mit Denzel Washington, Clive Owen und Jodie Foster. Weltweit spielte er über 180 Millionen Dollar ein. Gewirtz entwickelt gerade zwei neue Projekte für die Produzenten des Films, Imagine Entertainment und Universal Pictures: Inside Man 2 und eine Gaunerkomödie für Eddie Murphy, Chris Rock und Seth Rogen, die Brett Ratner inszenieren soll. Der in Great Neck, Long Island, geborene Gewirtz ist Absolvent der Tufts University, wo er Computerwissenschaften studierte. Es folgte eine Karriere als Anwalt und später ein Verkaufsjob in einem New Yorker Familienunternehmen. Nachdem er einen lukrativen Immobiliendeal abgeschlossen hatte, verließ Gewirtz New York für einige Jahre und verbrachte Zeit in Frankreich und Brasilien. Beim Cannes Filmfestival erzählte er dem Produzenten Daniel Rosenberg von seiner Idee zu Inside Man – und seine Karriere als Drehbuchautor begann. Russell Gewirtzs neues Drehbuch American Blood beschäftigt sich mit Terrorismus und kultureller Identität, gesehen durch die Augen eines arabischstämmigen Amerikaners, der in die gefährliche und komplexe Welt des CIA hineingezogen wird. Gewirtz und sein langjähriger Produktionspartner und Freund Daniel Rosenberg haben außerdem zwei Pilotfilme für den Sender NBC fertiggestellt und arbeiten an einem dritten für den Sender ABC.
Danny Dimbort
Ausführender Produzent
Danny Dimbort begann seine Karriere in der Unterhaltungsbranche bei der israelischen Verleihfirma Golan-Globus Films, wo er nach zwei Jahren zum Geschäftsführer ernannt wurde. 1980 zog er nach Los Angeles, um sich dort um die Auslandsverkäufe zu kümmern – ging dann aber nach Israel zurück, wo er mehrere Spielfilme produzierte. Später zog es ihn wieder zu der inzwischen in Cannon/Pathe umbenannten Firma nach Los Angeles – diesmal als Verleihchef. Eine weitere Station in seinem Leben war als Chef des weltweiten Verleihs bei MGM – eine Position, die er 1991 aufgab, um mit seinem Partner Avi Lerner die Firma Nu Image zu gründen, bei der er für Verkäufe und Marketing verantwortlich ist.
Trevor Short
Ausführender Produzent
Trevor Short wurde in Harare (Zimbabwe) geboren. An der Universität von Zimbabwe studierte er Jura. Später erwarb er einen MBA an der Universität von Kapstadt, wo er mit der Gold Medal of Merit ausgezeichnet wurde. Nachdem er seine Anwaltszulassung hatte, begab sich Short in die Welt des Bankings und der Finanzen. Er leitete die Corporate Finance Division der Investec Bank in Johannesburg, um dann als Geschäftsführer zu Nu Metro Entertainment zu stoßen. Nachdem Nu Metro von einem Kaufhauskonzern aufgekauft wurde, erhielt Short den Posten des Geschäftsführers von Nu World Services, einer in Johannesburg angesiedelten Produktionsfirma. In dieser Kapazität produzierte Short sowohl in Südafrika als auch in anderen Ländern eine Reihe von Filmen.
George Furla
Ausführender Produzent
George Furla kam über die Wall Street in die Unterhaltungsindustrie. Er wurde in Chicago geboren und schloss an der University of Southern California ein Studium der Naturwissenschaften ab, um dann eine Karriere als Börsenmakler bei der international bekannten Firma Cantor Fitzgerald aufzunehmen. Nach drei Jahren bei der Finanzfirma Jones and Associates, kündigte er 1988, um einen Hedge Fund zu gründen. 1998 gründete er mit Randall Emmett die Produktions- und Filmfinanzierungsfirma Emmett/Furla Films. Emmett und Furlas erster gemeinsamer Film war Speedway Junkie (Speedway Junky, 1999) mit Jonathan Taylor Thomas, Jesse Bradford und Daryl Hannah, bei dem der oscarnominierte Regisseur Gus Van Sant als ausführender Produzent fungierte. Die Firma produzierte außerdem 16 Blocks (2006) mit Bruce Willis und Mos Def, The Wicker Man (2006) mit Nicolas Cage, Home Of The Brave (2006) mit Samuel L. Jackson und Jessica Biel, und Day Of The Dead (2008) mit Nick Cannon.
Avi Lerner
Produktion
Avi Lerner, Vorstandsvorsitzender von Nu Image/Millennium Films, hat über 180 Filme produziert und gehört zu den erfahrensten Produzenten und Verleihern in der Welt des internationalen Independentfilms. Der in Israel geborene und aufgewachsene Lerner studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität von Tel Aviv, um dann als Fallschirmjäger und Offizier in der Israelischen Armee zu dienen. Seine Karriere in der Unterhaltungsindustrie begann als Manager von Israels erstem Autokino. Als nächstes kaufte er eine Kinokette und produzierte gleichzeitig mehrere Low-Budget Filme. 1979 sah er die explosive Entwicklung des Heimvideogeschäfts voraus, gründete Israels größte Videovertriebsfirma und wurde ein Partner in der größten israelischen Verleihfirma. 1984 produzierte Lerner das Remake Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatz der Könige (King Solomon’s Mines, 1985) in Simbabwe und später auch das Sequel Quatermain II - Auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt (Allan Quartermain And The Lost City Of Gold, 1986). Er verkaufte seine israelische Firma und zog nach Johannesburg, wo er die Nu Metro Entertainment Group gründete. Im Laufe der Zeit kaufte und leitete er Kinos, etablierte eine Videoabteilung, die mit Studios und Independents zusammenarbeitete und eine Produktionsabteilung, die über 60 Spielfilme in Zimbabwe und Südafrika herstellte, die später von großen Studios weltweit verliehen wurden. Lerners nächste Schritte waren der Verkauf von New Metro, ein kurzes Gastspiel bei MGM und dann der Umzug nach Los Angeles, wo er zusammen mit Danny Dimbort, Trevor Short und Danny Lerner Nu Image Inc. gründete. Eine Reihe erfolgreicher Filme folgte und brachten Nu Image einen Ruf als Produzent und Verleiher von hochqualitativen Low-Budget Actionfilmen für den internationalen und amerikanischen Markt. 1998 gründeten er und seine Partner die Firma Millennium Films, die sich der wachsenden Nachfrage nach hochqualitativen Kunstfilmen und teureren Actionfilmen widmen sollte, während sich Nu Image weiterhin um den lukrativen Home Entertainment Markt kümmerte. Beide Divisionen haben seit 1992 über 200 Filme produziert. Lerner selbst produziert im Jahr 15 bis 18 Filme für Nu Image und Millennium Films.
Boaz Davidson
Produktion
Boaz Davidson arbeitet schon seit mehr als 35 Jahren in der Branche und hat sich einen Ruf als erfolgreicher Drehbuchautor, Regisseur und Produzent erworben. 1995 tat er sich zum ersten Mal mit seinem inzwischen langjährigen Geschäftspartner John Thompson zusammen, um Filme zu produzieren. Unter den vielen Filmen die Davidson geschrieben oder inszeniert hat sind Macarena (Looking For Lola, 1998), Astrocop (Lunarcop, 1994), Blood Run - Die geheimnisvolle Frau (Blood Run, 1994), American Cyborg (American Cyborg: Steel Warrior, 1993), Delta Force 3 (1991), Salsa (1988), Die letzte amerikanische Jungfrau (The Last American Virgin, 1982), X-Ray (Hospital Massacre, 1982), Saat der Unschuld (Seed Of Innocence, 1980), Tzanani Family (Mishpahat Tzan'ani, 1976) und Azit - Der Hund der Fallschirmjäger (Azit Hakalba Hatzanhanit, 1972).
Randall Emmett
Produktion
Randall Emmett hat es dank seiner finanziellen Expertise und seinem Auge für gute Filme in weniger als zehn Jahren geschafft, mehr als 50 Spielfilme zu produzieren. Emmett hat den Ruf, Filme zu ‚packagen‘ und dann auch wirklich schnell zu realisieren – keine leichte Aufgabe in einer Stadt, die viele gute Vorsätze hat, aber auch viele Ausreden kennt. Seine Filme sind auf der ganzen Welt gesehen worden und hatten ihre Debüts beim Sundance Film Festival, der Berlinale und dem Toronto Film Festival. Viele wurden für den Independent Spirit Award nominiert. Emmet und sein Partner George Furla leiten Emmett/Furla Films, eine Produktionsfirma, die einen Verleih- und Finanzierungsdeal mit Nu Image/Millennium Films hat. Emmett/Furla Films wurde in die börsennotierte Firma Family Room Entertainment integriert, in deren Aufsichtsrat Emmett und Furla den Vorsitz haben. Unter Emmetts neuesten Filmen sind King Of California (2007) mit Oscargewinner Michael Douglas und Evan Rachel Wood, und Home Of The Brave (2006) mit Samuel L. Jackson, Jessica Biel und Curtis „50 Cent” Jackson. Er hat außerdem John Rambo (Rambo, 2008) mit Sylvester Stallone und Major Movie Star (2008) mit Jessica Simpson produziert und bereitet gerade ein Remake von Red Sonja vor. Emmett wuchs in Miami auf und machte seinen Abschluss an der angesehenen New World School of the Arts. Danach ging er nach New York, wo er an der School of Visual Arts seinen Abschluss als Produzent machte. Andere Filme, die Emmett auf die Leinwand gebracht hat sind The Wicker Man (2006) mit Nicolas Cage, 16 Blocks (2006) mit Bruce Willis, Edison (2005) mit Justin Timberlake, Morgan Freeman, Kevin Spacey und L.L. Cool J., Bruce Beresfords The Contract (2006) mit John Cusack und Morgan Freeman, und den Kriminalthriller Borderland mit Sean Astin. Als Ausführender Produzent ist Emmett für die von der Kritik hochgelobten Filme Wonderland (2003) mit Val Kilmer und Kate Bosworth, Lovesong für Bobby Long (A Love Song For Bobby Long, 2004) mit John Travolta und Narc (2002) mit Ray Liotta verantwortlich. 1995 produzierte Emmett mit Eyes Beyond Seeing seinen ersten Film. Emmett wird auch oft eingeladen, Vorträge zu halten – unter anderem 2002 zum Semesterbeginn seiner ehemaligen High-School, als Gastredner beim Miami Film Festival und an der UCLA, wo er einen Vortrag mit dem Titel „Indie Film Business: Getting It Made, Getting It Sold” hielt.
Daniel M. Rosenberg
Produktion
Daniel M. Rosenberg ist der Präsident von InVenture Entertainment, einer in New York angesiedelten Film- und Marketingfirma. Er war Ausführender Produzent von Spike Lees Inside Man (2006) mit Denzel Washington, Clive Owen und Jodie Foster, dessen Drehbuch er mit dem Erstlingsautor Russell Gewirtz entwickelte. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 180 Millionen Dollar ist Inside Man der dritterfolgreichste Film von 2006 ohne Altersfreigabe für Kinder oder Jugendliche. Rosenbergs Karriere begann in der Agentur ICM in New York, wo er vier Jahre lang in der Motion Picture Talent Abteilung verbrachte. 2001 produzierte Rosenberg Novocaine - Zahn um Zahn (Novocaine) mit Steve Martin, Helena Bonham Carter, Laura Dern und Kevin Bacon. Vor der Gründung von InVenture, war Rosenberg Produktionsleiter bei der Firma Revolution Studios in New York, die unter anderem Manhattan Love Story (Maid In Manhattan, 2002) und Mona Lisas Lächeln (2003) produzierte. Er überwachte dort eine Reihe von Fernseh- und Filmprojekten. Mit InVenture entwickelt und produziert Rosenberg eine Vielzahl von Filmen und Fernsehserien. Unter den Highlights sind das Sequel zu Inside Man, Inside Man 2: Unmasked, Momzillas, The Fixer, Hijack and Jill, (2007), Elsewhere (basierend auf dem gleichnamigen Bestseller) und „Respect” für den Musiksender MTV. Auf der Marketingseite repräsentiert Rosenberg Firmen, die ihre Produkte durch die Unterhaltungsindustrie bewerben wollen. 2006 brokerte er einen Multimillionen-Dollar-Deal zwischen seinem Klienten Reebok und Scarlett Johansson, die eine Schuhkollektion und Modekollektion für die Firma entwarf.
Alexandra Milchan
Produktion
Alexandra Milchan wurde 2007 auf die von der Fachzeitschrift Variety herausgegebene „Top Ten Producers to Watch” Liste gesetzt. Sie produzierte Kriminalthriller Street Kings (2008) mit Keanu Reeves und Forest Whitaker, Mirrors (2008) mit Kiefer Sutherland und The Last Word (2008) mit Winona Ryder, Wes Bentley und Ray Romano. Unter den Projekten, die Milchan gerade entwickelt, sind The Wolf Of Wall Street, den Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio inszenieren soll und Mary Queen of Scots mit Scarlett Johansson und The Crowded Room, die wahre Geschichte des notorischen Kriminellen Billy Milligan, der während seiner Gerichtsverhandlung wegen Schuldunfähigkeit aufgrund seiner multiplen Persönlichkeitsstörung freigesprochen wurde. Milchan begann ihre Karriere im Entertainmentgeschäft als Assistentin für Regisseure wie Michael Mann und Oliver Stone. Als Development Executive bei New Regency überwachte sie Projekte wie Copykill (Copycat, 1995), Heat (1995), Die Jury (A Time To Kill, 1996), L.A. Confidential (1997), Sag' kein Wort (Don’t Say A Word, 2001) und Das Urteil - Jeder ist käuflich (Runaway Jury, 2003). Milchan war bei New Regency außerdem für die Firma Puma zuständig, für die sie das Marketing, Promotions, Pressearbeit und Product Placement Kampagnen organisierte und in engem Kontakt zu Sportlern wie Serena und Venus Williams stand. Milchans erster Film als Produzentin war Goodbye Lover (1998) mit Patricia Arquette, Dermot Mulroney, Ellen DeGeneres, Mary-Louise Parker und Don Johnson. Danach produzierte sie Chapter 27 mit Lindsay Lohan und Jared Leto.
Rob Cowan
Produktion
Rob Cowan produzierte kürzlich den Film Home Of The Brave (2006) mit Samuel L. Jackson, Jessica Biel und Curtis Jackson. KURZER PROZESS - RIGHTEOUS KILL ist seine dritte Zusammenarbeit mit De Niro: die ersten beiden sind Schuldig bei Verdacht (Guilty By Suspicion, 1991), der seine Premiere in Cannes hatte und Die Nacht von Soho (Night And The City, 1992), den Cowan koproduzierte und der Eröffnungsfilm des New York Film Festivals war. Als nächstes widmet sich der vielbeschäftigte Produzent dem Vietnamdrama 105 Degrees And Rising. Früh in seiner Karriere koproduzierte Cowan den Film Short Time. Er war außerdem Regieassistent bei so erfolgreichen Kinoproduktionen wie Drei Männer und ein Baby (Three Men And A Baby, 1987), Cocktail (1988) und Stakeout - Die Nacht hat viele Augen (Stakeout, 1987). Cowan arbeitet schon seit langem mit dem Regisseur und Produzenten Irwin Winkler zusammen – zurest bei den zwei Costa Gavras Filmen Verraten (Betrayed, 1988) und Music Box (1989). Für Winkler Films produzierte Cowan Filme wie Das Netz (The Net, 1995), Genug! (Enough, 2002), Nicht schuldig (The Juror, 1996), Auf den ersten Blick (At First Sight, 1999), Das Haus am Meer (Life As A House, 2001) und De-Lovely - Die Cole Porter Story (De-Lovely, 2004), der als Abschlussfilm des Cannes Film Festivals ausgewählt wurde. Fürs Fernsehen produzierte Cowan „Rocky Marciano” mit Jon Favreau und George C. Scott, der der Eröffnungsfilm des Monte Carlo Television Festival war. Er produzierte auch den Pilotfilm der TVSerie „The Net”, bei dem er auch am Drehbuch mitschrieb. Cowan schrieb und produzierte außerdem das DVD-Sequel The Net 2.0, das in Istanbul gedreht wurde und produzierte den Kinofilm Shackles (2005), der im Wettbewerb des Tribeca Film Festivals lief.
Lati Grobman
Produktion
Lati Grobman zeichnet sich als Produzentin für Filme wie Prozac Nation (2001), Hard Cash - Die Killer vom FBI (Run For The Money, 2002), In Hell: Rage Unleashed (In Hell, 2003), Shadow Of Fear (2004), Mozart And The Whale (2005), Edison (2005), Room 109 (The Tenants, 2005), Undisputed 2 (Undisputed II: Last Man Standing, 2006) und Renny Harlins Cleaner (2007) mit Samuel L. Jackson, Ed Harris und Eva Mendes verantwortlich. Sie wurde in Russland geboren und wuchs in Israel auf. Nach ihrem zweijährigen Wehrdienst in der israelischen Armee, kam sie als Touristin in die USA und entschloss sich, zu bleiben. Sie studierte am Los Angeles Community College und nahm verschiedene Jobs wie Kamera- oder Schnittassistentin bei Filmproduktionen an, um so das Filmemachen zu erlernen.
Brian E. Frankish
Line Producer
Brian E. Frankish produziert seit über 20 Jahren Filme, entwickelt Drehbücher, managet Budgets und sucht Drehorte. Er hat Blockbuster wie Feld der Träume (Field Of Dreams, 1989), den preisgekrönten TV-Film Crown Heights (2004), Flug durch die Hölle (Flight Of The Intruder, 1991), Das Gesetz der Gewalt (American Me, 1992) und The Boy Who Could Fly (1986) produziert. Zusammen mit Produzent Rob Cowan und Regisseur Irwin Winkler ist er für Home Of The Brave (2006) mit Samuel L. Jackson und Das Haus am Meer (Life As A House, 2001) mit Kevin Kline verantwortlich. Seit seinem ersten Filmjob als Produktionsassistent bei Mach's noch einmal, Sam (Play It Again, Sam, 1972) hat sich Frankish einen Schatz von Erfahrungen gesammelt, die von unschätzbarem Wert für jede Filmproduktion sind. Als Produktionsleiter arbeitete er an Filmen wie Dino De Laurentiis’ King Kong (1976), Das Netz (The Net, 1995) und Casanova Junior (In The Mood, 1987), um nur einige zu nennen. Als Regieassistent war Frankish für die 15 Kameras verantwortlich, die das berühmte Zugunglück in Auf der Flucht (The Fugitive, 1993) mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones aufzeichneten, sowie Zwei Superflaschen räumen auf (Strange Brew, 1983), Demolition Man (1993) und Projekt Brainstorm (Brainstorm, 1983). Weitere wichtige Filme, an denen Frankish mitgearbeitet hat, sind Turbulence (1997), für den er die Spezialeffekte produzierte und die mit dem Emmy ausgezeichnete Serie “Max Headroom”. Frankish absolvierte ein Studium der Theaterwissenschaft an der San Francisco State University und ist Mitglieder der Producers Guild of America und der Directors Guild of America, wo er im Vorstand des Visual Effects/Digital Technologies Committee sitzt.
Marsha Oglesby
Koproduzent
Marsha Oglesby produzierte Sky Captain And The World Of Tomorrow (2004) mit Jude Law, Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie, der auf einem sechsminütigen Kurzfilm basiert. Sie produzierte weiterhin die Bret Easton Ellis Verfilmung Die Regeln des Spiels (The Rules Of Attraction, 2002), nach dem Drehbuch und unter der Regie von Oscargewinner Roger Avary, die NBC Miniserie „Uprising” und den Pilotfilm der TV-Serie „Boomtown”. Sie war außerdem eine der Produzentinnen der erfolgreichen Miniserie „The Starter Wife” mit Debra Messing, Joe Mantegna, Judy Davis und Miranda Otto. Oglesby absolvierte ein Studium in englischer Literatur an der Southern Methodist University. Ihr erster Job im Filmgeschäft war für Produzent und Regisseur Jon Avnet, in dessen Filmografie sich Erfolge wie Risky Business, Fried Green Tomatoes und Up Close and Personal finden. 13 Jahre später ist Oglesby Produktionspartnerin von Avnet und Präsidentin seiner Firma, Brooklyn Films. Sie hat Things You Can Tell Just By Looking At Her (2000) mit Glenn Close, Cameron Diaz, Holly Hunter und Calista Flockhart produziert, der seine Premiere beim Sundance Film Festival hatte. Beim Cannes Film Festival gewann der Film den „Un Certain Regard” Preis. Oglesby produzierte außerdem den Sundance-Favoriten Tie-Died: Rock ’n’ Roll’s Most Dedicated Fans (1995), einen Dokumentarfilm über die Anhänger der Grateful Dead. Sie war Ausführende Produzentin von Land Of The Blind (2006) mit Ralph Fiennes und Donald Sutherland. Oglesby ist ein Gründungsmitglied des Proscenium Club, der offiziellen Jugendorganisation des Music Center of Los Angeles County und ist in verschiedenen wohltätigen Organisationen, wie der Los Angeles German Shepherd Rescue und des Best Friends Tierheims tätig.
Denis Lenoir, A.S.C., A.F.C.
Kamera
Denis Lenoir war unter anderem der Kameramann von Thursday, Steal This Movie und The Clearing. Für seine Arbeit an Rolf de Heer's The Old Man Who Read Love Stories (2001) gewann er den Kodak Prize for Outstanding Contribution to Image Development des Madridimagem Film Festivals 2001. Für Jon Avnets Miniserie „Uprising” gewann Lenoir 2002 den ASC Award für die beste Kameraarbeit und wurde außerdem für den Emmy nominiert. Der in Paris geborene Lenoir entdeckte seine Leidenschaft für den Film in der Cinémathèque Française, wo er innerhalb von zwei Jahren über 1000 Filme sah, von denen ihn sowohl die Hollywood-Klassiker, als auch die Filme der europäischen Avantgarde der späten 60er faszinierten. Er schrieb sich an der École Louis Lumière ein, die damals noch „Vaugirard” hieß, und studierte außerdem Kunstgeschichte an der École du Louvre. Lenoirs Karriere begann als Kameraassistent für die französischen Kameramänner Bernard Lutic und Ricardo Aronovich. Bei Kurzfilmen hatte Lenoir das Glück mit Olivier Assayas, damals noch ein Filmkritiker für die Cahiers du Cinéma, zusammenzuarbeiten. 1986 bat Assayas ihn darum, das Licht zu setzen und die Kamera bei seinem ersten Spielfilm zu führen. Dies war der Beginn einer Kollaboration, die inzwischen sieben Filme umfasst. Für ihren letzten gemeinsamen Film, Demonlover.com (Demonlover, 2002), wurde Lenoir der Bronze Frog der Camerimage verliehen. Lenoir arbeitete außerdem mit Patrice Leconte an Die Verlobung des Monsieur Hire (Monsieur Hire, 1989), mit Bertrand Tavernier an Daddy Nostalgie (1990) und François Ozon an Angel - Ein Leben wie im Traum (Angel, 2007). 1989 traf Lenoir den australischen Regisseur Rolf de Heer im Flugzeug und drehte im nächsten Jahr mit ihm Dingo (1991), der für die beste Kameraarbeit vom Australian Film Institute nominiert wurde. Weiterhin war er für die Kameraarbeit bei Christopher Hamptons Carrington (1995) und Joseph Conrads Der Geheimagent (The Secret Agent, 1996) verantwortlich. Dank seines ansteckenden Enthusiasmus, wurde Lenoir an zwei aufeinanderfolgenden Jahren von der Australian Film School in Sydney eingeladen, um dort Kamera-Workshops zu leiten. Lenoirs erster amerikanischer Film war Total verrücktes Klassentreffen (Since You've Been Gone, 1998) in Chicago, wo er die Schauspielerin Joy Gregory traf, die inzwischen Fernsehautorin und seine Ehefau ist. Der talentierte Kameramann gründete mit zwei Kollegen die French Cinematographers Association (AFC) und ist außerdem ein Chevalier der Ordre National du Mérite. Er ist ein anerkannter Fotograf und der Autor des ersten Buches in französischer Sprache über den Regisseur John Cassavetes, das 1986 in Paris erschien.
Tracey Gallacher
Produktionsdesign
Tracey Gallacher wurde in Glasgow geboren und arbeitete als Art Director bei den bekannten schottischen Filmen Trainspotting (1996) und Kleine Morde unter Freunden (Shallow Grave, 1995) von Danny Boyle. Gallacher war außerdem für das Produktionsdesign von Daltry Calhoun (2005) mit Johnny Knoxville, Grilled (2006) mit Ray Romano und Kevin James, November (2004) mit Courteney Cox und Josh Kornbluths Filmmonolog Red Diaper Baby (2004) verantwortlich. Gallacher war außerdem Art Director bei Bis zum letzten Vorhang (The Final Curtain, 2002) mit dem legendären Peter O’Toole, Woman on Top (2000) mit Penélope Cruz, Den einen oder keinen (Down To You, 2000), Breaking Out - Gegen alle Regeln (Around The Fire, 1999), Lebe lieber ungewöhnlich (A Life Less Ordinary) mit Ewan McGregor und Cameron Diaz, der BBC-Serie „Loved Up”, Unter Beschuß (Open Fire, 1994), Weil es Dich gibt (Serendipity, 2001) mit John Cusack, L.A. Without A Map (1998), Funny Bones (1995) und The Woodlanders (1997).
Debra McGuire
Kostümdesign
Debra McGuire entwarf kürzlich die Kostüme für drei Spielfilme: die Judd Apatow Komödien Superbad (2007) und Walk Hard - Die Dewey Cox Story (Walk Hard: The Dewey Cox Story, 2007), sowie das Martial Arts Drama Redbelt (2008) von David Mamet. Von ihren Erfolgen als Kostüm- und Modedesigner, ist besonders ihr zehnjähriger Job beim Sitcom-Klassiker „Friends” hervorzuheben. Zur Zeit kümmert sie sich um die Kostüme der TV-Serie „Heroes”. McGuire hat ein Atelier auf der Ocean Avenue in Santa Monica, wo ihre Privatklienten Einzelstücke aus ihrer Kollektion kaufen können. Ihre exklusiven Kreationen beinhalten alles von Geschäftsanzügen bis hin zu Handtaschen, Accessoires, Hochzeits- und Ballkleider. Im Januar 2003 lancierte McGuire die Sendung „Style Maker“ auf dem Home Shopping Network, wo sie Schmuck, eine Kleiderkollektion, Schuhe, Handtaschen und andere Kreationen verkauft, die einer Frau am Herzen liegen. 2005 startete sie eine Kollektion für HSE Deutschland und den europäischen Markt. McGuire hat die Kostüme für das Theaterstück „Atlanta” entworfen, das im November 2007 seine Premiere am Geffen Playhouse in Los Angeles hatte.
Paul Hirsch
Schnitt
Paul Hirsch hat über 30 Filme geschnitten, unter ihnen Krieg der Sterne (Star Wars, 1977) von George Lucas, für den er 1978 einen Oscar erhielt und Ray (2004) von Taylor Hackford, für den er seine zweite Oscarnominierung bekam. Kürzlich leistete er einen Beitrag zum Schnitt von Von Löwen und Lämmern (Lions For Lambs, 2007) von Robert Redford. Der Cutter wurde in New York City als Sohn des bekannten Malers Joseph Hirsch geboren, dessen Arbeiten Teil der festen Ausstellung vieler großer Museen in Amerika sind, darunter das Metropolitan Museum, das Museum of Modern Art und das Whitney Museum. Seine Mutter und sein Stiefvater, Ruth and Leonard Bocour, waren wichtige Sammler von Gemälden des 20ten Jahrhunderts. Hirsch verbrachte einen Teil seiner Jugend in Paris und spricht fließend Französisch, sowie ein passables Italienisch und Spanisch. Er studierte Musik an der High School of Music & Art in New York, wo er die Kesselpauke spielte und eine musikalische Sensibilität entwickelte, die ihm in seinem jetzigen Job gute Dienste geleistet hat. Er machte seinen Abschluss in Kunstgeschichte an der Columbia University – eine gute Vorbereitung auf ein Leben, in dem man in einem dunklen Raum sitzt und auf eine Leinwand projizierte Bilder kritisiert. Die Genres, die man in Hirschs Filmografie findet sind Drama, Action, Horror, Musical, Fantasy, Thriller und Komödie. Unter seinen Arbeiten als Cutter sind Das Imperium schlägt zurück (The Empire Strikes Back, 1980), elf Filme für Brian De Palma, darunter Carrie - Des Satans jüngste Tochter (Carrie, 1976) , Blow out - Der Tod Löscht alle Spuren (Blow Out, 1981) und Mission: Impossible 1996), vier Filme für Herbert Ross, darunter Footloose (1984), Das Geheimnis meines Erfolges (The Secret Of My Success, 1987) und Magnolien aus Stahl (Steel Magnolias, 1989), drei für John Hughes, darunter Ferris macht blau (Ferris Bueller's Day Off, 1986) und Ein Ticket für zwei (Planes, Trains & Automobiles, 1987) und Falling Down - Ein ganz normaler Tag (Falling Down, 1993) für Joel Schumacher.